Pressestimmen

Pressestimmen von unserem Konzert in Rastede im Mai 2016:

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Bei irischer Party fehlt nur der Platz zum Tanzen

Hamburger Band Hot Asphalt begeistert mit feurigen und sanften Liedern Publikum
im Palais

von Eilert Freese

Stimmungsmacher im Palais (von links): Michael Chill, Marc zum Sande und Marcus Lenggenhager

Bild rechts: Eilert Freese

Es war so mutig wie richtig vom Kunst- und Kulturkreis Rastede, bei der letzten Soiree vor der Sommer-
pause eine „irische Party“ zu geben. Nur auf den ersten Blick schien der ehrwürdige Rahmen des Palais
im Widerspruch zur Musik der Hamburger Band Hot Asphalt zu stehen. Etwas laut war es schon in dem
kleinen Raum. Das tat der Begeisterung des Publikums aber keinen Abbruch. Fast jeder Beitrag wurde mit
enthusiastischem Applaus begleitet.

Für ein lebendiges und frisches Irland-Gefühl sorgte nicht nur der Bandgründer, Sänger und Gitarrist
Michael Chill. Mit seinem authentischen „gurgelnden“ Gesang interpretierte er sowohl die bekannten
feurigen Trinklieder als auch die sanften Balladen, die Irlands Musik so unvergleichlich machen. Vorstands-
mitglied Hartmut Jacob meinte, dass es wohl auch Musik zum Mitschunkeln sei. Mal abgesehen davon,
dass es im ausverkauften Palais keinen Platz zum Schunkeln und schon gar nicht zum Tanzen gab.

Auf dem Programm standen gesellschaftskritische Lieder wie jenes, das die Geschichte von den in die USA
ausgewanderten Iren erzählt, die einen „steinigen Weg vor sich hatten“, wenn sie in die Heimat zurück
wollten (The rocky Road to Dublin). Oder jenes über den „Fairy Man“ (Fährmann), der aufgrund der
Rezession arbeitslos wird. „Aber er macht das beste draus“, erzählte Chill. „Er widmet sich jetzt mehr
seiner geliebten Frau.“

Zwischendurch unterhielt Michael Chill mit humoristischen Einlagen. Eigentlich müsste er anstatt Wasser
natürlich irischen Whiskey oder Guinness-Bier trinken. „Da ich dann aber leicht ausfallend werde, musste
ich mich vertraglich verpflichten, Wasser zu trinken“, so der Gitarrist. Oder: „Wer zuerst tanzt, darf auch
zuerst eine CD kaufen“, bot der Bandleader an.

Bewundernswert war, mit welcher Leichtigkeit die drei Musiker, neben Chill gehören auch Fiddler,
Akkordeonspieler und Tontechniker Marcus Lenggenhager sowie Dudelsack- und Flötenspieler Marc
zum Sande zur Band, die teilweise hohe Geschwindigkeit der Melodien mit der Bedienung der Instrumente
und dem Gesang in Einklang brachten. Bei Hot Aphalt spürte das Publikum die Liebe zur irischen und
keltischen Folklore und eine lebensfrohe Ausstrahlung.

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„Heißer Asphalt“ bringt Palais zum Kochen

Handgemachter Irish Folk auf der Soirée im Palais am Samstag, dem 21. Mai


von Ursula von Malleck

Blieben bei der ersten Soirèe der Saison, dem Boogie Woogi-Abend, die Füße nicht still, so fürchtete
Hartmut Jacob vom KKR bei dieser letzten Soirée vor der Sommerpause, dass sich die Setzrisse in den
Wänden erweitern, so sehr „ging die Post ab“ beim Irish Folk und den keltischen oder schottischen
Stücken der Gruppe „Hot Asphalt“, die ihrem Namen damit alle Ehre machten. Bereits der Auftakt des
Abends sorgte für Begeisterung, als die charismatischen „3-M's“ Dudelsack, Fiddel und Gitarre spielend
durch die Reihen des Publikums zur knapp bemessenen Bühne schritten.

Die 3-M's, das sind Michael Chill, der Gitarrist, Banjoplayer und Sänger mit dem typisch irischen Akzent,
Marcus Leggenhager, der „Teufelsgeiger“ und Akkordeonspieler, der auch die Technik reguliert und
Marc Zumsande, der Multi-Instrumentalist, der an diesem Abend vorwiegend mit Dudelsack, Flöte und
diversen Schlaginstrumenten glänzte. Als dann als erstes Stück „Lord of the Dance“ erklang, klatschten
die Zuhörer sofort begeistert mit.

Das nächste Stück, so sagte Michael Chill, stammt aus den schottischen Charts von 1768 – „My Name“ -
und wie dieses, so waren auch viele weitere Stücke bestens zum Mitklatschen, Mitsingen oder Mittanzen
geeignet – was aus Platzgründen leider nicht möglich war. Doch es gab auch einige tiefgründige Balladen
z. B. „The Rocky Road Back To Dublin“, über einen der 14 Mil. Auswanderer, der weder in der neuen-,
noch als Rückkehrer in der alten Heimat zu Hause sein kann oder Protestlieder gegen die Vormacht-
stellung der Briten.

Aber es war nicht nur die mitreißende Musik, die das Publikum begeisterte, nicht nur die Zwischen-
moderationen, die über geschichtliche Hintergründe der Lieder aufklärten oder lediglich aus wildem
Geflunker bestanden, das viele Lacher brachte, es war das „Gesamtpaket“ mit der authentischen Locker-
heit und fröhlichen Ausstrahlung der drei Musiker, die die Anwesenden so sehr begeisterten, dass sie
nicht nach zwei, sondern erst nach vier Zugaben zufriedengestellt waren.

Hartmut Jacob vom KKR machte noch auf den 4. September aufmerksam, an dem Carsten Langner ins
Palais kommt, bei dem man meint, der junge Reinhard May stünde auf der Bühne, auf einen Abend mit
Markus Kiefer und Dorit L. Meyer und dem Stück „Villon und Margot“ und sagte, dass im Advent wieder
Richetta Manager mit einem neuen Programm zu hören sein wird.


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Die Band Hot Asphalt aus Hamburg